So war die Lange Nacht der Wissenschaften 2023

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Foto: Vincent Haupert

Die Lange Nacht der Wissenschaften fand am 21. Oktober 2023 zum 11. Mal in der Metropolregion Erlangen-Nürnberg-Fürth statt und der Lehrstuhl für IT-Sicherheitsinfrastrukturen ließ gleich dreimal hinter die Kulissen blicken. In diesem Jahr lagen unsere thematischen Schwerpunkte auf den Bereichen „Cybercrime“, „Fälschungen und KI“ und „Hacking“, die in Form einer Ausstellung sowie zweier Vorträge adressiert wurden.

Eine geführte Exkursion ins Darknet

Im Vortrag „Eine geführte Exkursion ins Darknet“ drängten sich die Besucher dicht an dicht, um gemeinsam mit Prof. Felix Freiling auf den Spuren des Darknets zu wandeln. In knapp 45 Minuten wurden die gewohnten Ecken des Internets verlassen und gezeigt, wie man mit dem Tor-Browser etwas speziellere Online-Einkäufe tätigen kann. Wie es mit dem Käuferschutz beim Waffenhandel aussieht, und wie das sogenannte Onion-Netzwerk überhaupt funktioniert, das erläuterte der IT-Sicherheitsexperte anschaulich für das Publikum der Langen Nacht.

 

(Foto: Gaston Pugliese)
(Foto: Vincent Haupert)

KI täuschen und Täuschen mit KI

Die Ausstellung „KI Täuschen und Täuschen mit KI“ der Forschungsgruppe „Multimedia Security“ hat viele Besucher angelockt. Getreu dem Motto gab es mehrere Beispiele, wie Künstliche Intelligenz den Menschen hinters Licht führen kann. Um dem entgegenzuwirken, konnten Groß und Klein in den Wettstreit mit einem Deepfake-Detektor treten und spielerisch lernen, KI-generierte Bilder zu erkennen. Außerdem konnten sich die Besucher mit neuer KI-basierter Bildkompression vertraut machen. Besonders die auf einem Whiteboard niedergeschriebenen Gedanken der Besucher zu KI und Bildauthentizität haben zum Schmunzeln geführt.

(Foto: Vincent Haupert)
(Foto: Vincent Haupert)
 

Live-Hacking — Wie digitale Angriffe ablaufen

Beim Vortrag „Live-Hacking — Wie digitale Angriffe ablaufen“ wurde praktisch vorgeführt, wie Hacker:innen in verschiedenen Angriffsszenarien vorgehen können. Auch dieses Jahr waren bei dem 60-minütigen Vortrag die Sitzplätze im Hörsaal H4 sehr begehrt. Immanuel Lautner veranschaulichte, welche Probleme mit der Nutzung von öffentlichen WLAN-Hotspots einhergehen und wie das eigene Browsing-Verhalten trotz verschlüsselter Netzwerkverbindung von Dritten abgehört werden kann. Lydia Weinberger zeigte in ihrem Vortrag, wie einfach sich digitale Spuren auf Speichermedien wiederherstellen lassen und zu welchen Problemen unsicher gelöschte Daten führen können. Davide Bove entmystifizierte das Thema Passwortsicherheit und klärte in seinem Vortrag u. a. über personalisierbare Wörterbuchangriffe auf und gab Empfehlungen zum Umgang mit eigenen Passwörtern. Gaston Pugliese widmete sich der physischen Sicherheit von Smarthome-Geräten und demonstrierte, wie sich mittels einer smarten Glühbirne der Weg in ein privates WLAN bahnen lässt.

(Foto: Gaston Pugliese)
(Foto: Vincent Haupert)
 

Wir haben uns über die rege Beteiligung gefreut und hoffen, Sie bei der nächsten Langen Nacht der Wissenschaften wieder begrüßen zu dürfen!